Lommerzheim NachtKöln-Deutz - Lommerzheim oder kurz Lommi gilt als eine der kultigsten Kneipen von Köln. Sie ist das 100%ige Gegenteil von den ganzen Schicki-Micki-Kneipen in der Innenstadt. Zu finden ist die als „Insel im Zeitenwandel“ beschriebene Kneipe im Kölner Stadtteil Deutz. Lommi bietet seinen Besuchern ein Ambiente der besonderen Art. 
 

 

Bildinformation

 

Geschichte

1959 hatte der Wirt Hans Lommerzheim das Lokal von seinen Eltern übernommen und seitdem im Wesentlichen so gelassen, wie es war. In den 80er Jahren hat sich dann die Wahrnehmung als Kultkneipe etabliert. Als Lommi Ende der 90er zaghafte Versuche in diese RichtungRenovierung unternehmen wollte, lief das Stammpublikum dagegen Sturm und der Wirt ließ alles so, wie es war.

Das Lommerzheim hatte, außer dienstags, täglich von 10:30 Uhr bis 14:00 Uhr und 16:30 Uhr bis ca. 24:00 Uhr geöffnet. Tischreservierungen gab es nicht. Annemie Lommerzheim zapfte, während ihr Mann servierte. Servicepersonal gab es ansonsten nicht. Lommerzheim nahm beim Bier keine Bestellungen an, sondern brachte es dorthin, wo es benötigt wurde. Kölsch wurde grundsätzlich solange immer wieder nachgebracht, bis der Deckel auf das Glas gelegt wurde. "Abwegige" Bestellungen wie Mineralwasser wurden schonmal mit Kommentaren versehen wie "willst Du Dir jetzt hier die Füsse waschen oder wolltest Du was trinken".

Lommi

Hans Lommerzheim wird als sehr wortkarg aber schlagfertig beschrieben – zahlreiche Anekdoten sind über ihn sind überliefert, inzwischen wird er als Kölsches Original bezeichnet. Als anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels 1999 in Köln Bill Clinton eine authentische Kölschkneipe besuchen wollte, fragten seine Begleiter bei Lommerzheim an – allerdings hätte man die Gaststätte aus Sicherheitsgründen für den Publikumsverkehr sperren müssen. „Nä, dat jeiht nit!“ soll Lommerzheim gesagt haben – dann müssten ja die Stammgäste draußen bleiben.

2004 schloss Hans Lommersheim seine Kneipe aus gesundheitlichen Gründen. Nach seinem überraschenden Tod 2007 kaufte die Kölner Brauerei Päffgen das Haus von der Witwe Lommerzheims und renovierte das historische Lokal, ohne seine Atmosphäre zu verändern.

Nach der Renovierung und Erweiterung in den Gewölbekeller wurde die Gaststätte am 13. März 2008 im Beisein von Annemie Lommerzheim, dem jetzigen Besitzer Rudolf Päffgen unter dem neuen Wirt Frank Glitscher wiedereröffnet.