800px-Binger_Maeuseturm_1900Rheintal - Aufgrund seiner spektakulären Lage am Eingang des Rheintals wurde der Mäuseturm zu einem der beliebtesten Rheinmotive in der europäischen Malerei. Clemens Brentano, Victor Hugo, Ferdinand Freiliggrath haben den ehemaligen Zollturm und die grausige Legende von den Mäusen, die den geizigen und hartherigen Erbauer des "Mäuseturms" bei lebendigem Leibe gefressen haben, bekannt gemacht.


Der Name leitet sich entweder ab vom mittelhochdeutschen mûsen = spähen, lauern oder vom althochdeutschen muta = Wegezoll. Danach wäre der "Mäuseturm" ein alter "Mautturm" - ein Begriff, den man sprachlich im Volk umdeutete zu "Mausturm"

Geschichte


Seit Mitte des 13. Jahrhunderts nutzten die Mainzer Erzbischöfe die enge Fahrrinne des Binger Lochs nahe am rechten Rheinufer zur Zollerhebung. Der Turm wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Zollwachturm erbaut. Für die militärische Absicherung der Zollstation mitten im Rhein sorgten die Burgen Ehrenfels und Klopp auf beiden Rheinufern.

Im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde das Gebäude zerstört. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. ließ ihn als preußische Grenzmarke im neugotischen Stil wiederaufbauen.

Bis 1974 diente der Mäuseturm als Signalturm für die Rheinschifffahrt, der den den Schiffsverkehr am Binger Loch regelte. Mit der Verbreiterung der Fahrrinne 1973/74 wurde diese Funktion aufgegeben.

Sage



Der Sage nach ließ der Mainzer Erzbischof Hatto II. den Mäuseturm bei Bingen im 10. Jahrhundert erbauen. Der hartherzige Bischof, soll der Sage nach während einer Hungersnot den Armen Hilfe aus seinen gefüllten Kornkammern verwehrt haben. Weil er das Betteln der Armen nicht ertragen konnte, soll er sie in eine Scheune gesperrt haben, die daraufhin von seinen Schergen angezündet worden sei. Die Schreie der Sterbenden soll er höhnisch mit den Worten „Hört ihr die Kornmäuslein unten pfeifen?“ kommentiert haben.

Nach diesem Ausspruch kamen tausende Mäuse aus allen Ecken gekrochen und wimmelten über den Tisch und durch die Gemächer des Bischofs. Der Bischof floh zum Mäuseturm, wo er sich sicher wähnte. Doch als er sich dort eingeschlossen hatte, wurde er von den Mäusen bei lebendigem Leibe aufgefressen.

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