geysir_andernachRheintal - Andernach Der Geysir Andernach ist der höchste Kaltwassergeysir der Welt und ein beeindruckendes Zeugnis aktuellen vulkanischen Geschehens. Ungefähr alle 100 Minuten schießt eine eindrucksvolle Wasserfontäne zischend aus der Erde und erreicht eine Höhe von bis zu 60 Metern. Seit 2008 wurde der Geysir Andernach offiziell ins Guinness-Buch der Rekorde als der höchste Kaltwassergeysir der Welt eingetragen.

Der Geysir Andernach hat auch 100 Jahre nach seiner Entdeckung nichts von seiner Faszination verloren und die Besucher sind damals wie heute beeindruckt von der Naturgewalt und der Tatsache, dass der Vulkanismus unter unseren Füßen auch gegenwärtig noch aktiv ist.

Die Faszination, die das Naturphänomen auslöst, führte dazu, dass die Stadt Andernach, nach Jahrzehnten in denen der Geysir nicht mehr „sprang“, seine Reaktivierung und die nachhaltige touristische Erschließung in Angriff nahm. Bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts erfreute sich der Geysir großen Interesses und großer Beliebtheit. Viele historische Dokumente wie Zeitungsartikel, Fotos oder Postkarten dokumentieren eine bewegte Geschichte.

Bildnachweis: Bilddatenbank RLP

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Die Funktionsweise

Anders als bei den bekannteren Heißwassergeysiren dient als Antrieb CO2 vulkanischen Ursprungs, das in der Tiefe auf kaltes Grundwasser trifft.

Ein Kaltwassergeysir funktioniert so ähnlich wie eine übersprudelnde Mineralwasserflasche. In einer geschlossenen Mineralwasserflasche herrscht ein höherer Druck als in ihrer Umgebung. Durch diesen Überdruck ist relativ viel Kohlenstoffdioxid, umgangssprachlich auch Kohlensäure genannt, im Wasser gelöst. Öffnet man eine Mineralwasserflasche, also reduziert man den Druck in der Flasche, kann sehr viel Kohlendioxid zu Gas werden und das Wasser mit dem Gas fontänenartig aus der Flasche entweichen.

Für die Entstehung eines Kaltwassergeysirs ist, ebenso wie bei den bekannteren Heiß-wasser-Geysiren, ein Aufstiegskanal für den Wasserausstoß nötig. Der Kanal besteht bei allen Kaltwassergeysiren, wie auch beim„Geysir Andernach“, aus einem Bohrbrunnen und entsteht, wenn das kohlendioxidhaltige Wasser angebohrt wird, beispielsweise bei der Suche nach Mineralwasser- oder CO2 –Vorkommen. Ein solcher Bohrbrunnen dient als Eruptionskanal und schafft für das Grundwasser eine direkte Verbindung zur Oberfläche.

Die touristische Erschließung ab 2009

An den Andernacher Rheinanlagen befindet sich das „Geysir Erlebniszentrum“. Bereits die spektakuläre Architektur, die von Wasser gespaltenes Vulkangestein darstellt, stimmt auf das Thema ein. Hie erfährt man etwas über die Funktionsweise des Kaltwassergeysirs, bevor man das Schiff zum Naturschutzgebiet „Namedyer Werth“ besteigt, um dort einem Geysir-Sprung beizuwohnen.

Das Erlebniszentrum bedient sich völlig neuer multimedialer Vermittlungsebenen, weg vom statischen Museum, hin zu einer Ausstellung, bei der „Anfassen“ und „Mitmachen“ erlaubt und gewünscht sind. An interaktiven Exponaten wird Wissenschaft erlebbar gemacht.

Der Besucher besteigt im Erlebniszentrum einen Fahrstuhl und fährt damit in die Tiefe, bis er auf CO2-Moleküle trifft. Gemeinsam mit den CO2 Molekülen begibt er sich auf die spannende Reise vom Erdinneren bis an die Oberfläche und zur Wasserfontäne.

Bei der Tour durch die Ausstellung werden neben der Funktionsweise des Kaltwassergeysirs auch Themen rund um den Vulkanismus, wie etwa das Magma, die Heißwassergeysire oder die Bedeutung von CO2 erklärt.

Auch Themen von regionaler Relevanz, wie das Naturschutzgebiet „Namedyer Werth“ oder die Zusammenhänge der Entstehung vulkanischer Förderprodukte, finden sich in der Ausstellung wieder.

Neu am Ausstellungskonzept ist die Anwendung verschiedener Vermittlungsebenen. So wird neben üblichen Texttafeln auch mit interaktiven Exponaten, Audiodialogen und speziellen Audioinformationen für Kinder unterhalb des Grundschulalters gearbeitet.

Die Attraktion ist eingebunden in den Vulkanpark, der dem Besucher der Osteifel an über 25 erschlossenen Natur-, Kultur- und Industriedenkmälern einen faszinierenden Blick in das Innere der Erde und den Vulkanismus ermöglicht. Der Vulkanpark ist mit dem Geysir um eine Attraktion reicher. Der Geysir Andernach ergänzt in optimaler Weise die bereits bestehenden musealen Einrichtungen des Vulkanparks „Informationszentrum Rauschermühle“, das „Römerbergwerk Meurin“ oder den „Lava-Dome“ in Mendig.

(Quelle: Vulkanpark)

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Besucher

hr Besuch beginnt im neuen Geysir Andernach Erlebniszentrum. Danach bringt Sie ein Schiff zum Naturschutzgebiet Namedyer Werth in dem der Geysir liegt. Der Geysir Sprung bildet den Höhepunkt.

 

Ein Besuch des Andernacher Deysirs dauert ca. 2,5 Stunden.

Eintrittspreise (Eröffnung am 30.05.2009):
(Der Eintrittspreis beinhaltet den Besuch des Erlebniszentrums, die Schiffahrt sowie den Besuch des Geysirs)

Erwachsene 12,00 €
Ermäßigter Eintrittspreis für Schüler, Studenten, Behinderte 9,50 €

Gruppe p.P. (ab 15 Pers.) 11,00 €
Gruppe p.P. ermäßigt (Schüler, Studenten, Behinderte) 8,50 €


Familienpreis (gilt ab einem Elternteil mit Kind/-ern)

Erwachsene p. P. 10,80 €
Kinder p. P. 8,50 €
Kinder < 1 m haben freien Eintritt

Öffnungszeiten Erlebniszentrum:
März bis einschließlich Oktober

Montag - Sonntag 09:00 – 17:30 Uhr

Letzter Einlass Erlebniszentrum: 16:30 Uhr.

 

Die Fahrzeiten des Schiffes sind 10:15 Uhr, 12:00 Uhr, 13:45 Uhr, 15:35 Uhr und 17:20 Uhr.

 

Kontakt

geysir.info gGmbH
Konrad-Adenauer-Allee 40
56626 Andernach

Info-Hotline: 01801 885526
zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen

 

 

Anfahrt


Mit dem Auto:

Aus Richtung Köln:
A61 in Richtung Koblenz bis Ausfahrt Kruft/ Neuwied/ Weissenthurm/ Andernach
folgen Sie der B256 in Richtung Andernach. Diese mündet später in die K47.
Fahren Sie auf der Koblenzer Straße in Richtung Stadtmitte und biegen Sie rechts ab auf die Konrad-Adenauer-Allee


Aus Richtung Frankfurt:

A3 bis zum Autobahndreieck Dernbach, dann auf die A48 in Richtung Koblenz
An der Anschlussstelle Koblenz Nord auf die B9 in Richtung Koblenz Nord/ Bonn/ Andernach/ Mülheim-Kärlich
Abfahrt Mayen/ Andernach-Ost/ Weissenthurm-Nord und wechseln auf die K47 in Richtung Andernach
Fahren Sie auf der Koblenzer Straße in Richtung Stadtmitte und biegen Sie rechts ab auf die Konrad-Adenauer-Allee

Aus Richtung Mainz/ Ludwigshafen:
A61 in Richtung Koblenz, am Autobahnkreuz Koblenz auf die A 48 in Richtung Frankfurt/ Koblenz wechseln.
An der Anschlussstelle Koblenz-Nord auf die B9 in Richtung Bonn/ Andernach bis zur Abfahrt Mayen/ Andernach-Ost/ Weißenthurm-Nord und wechseln auf die K47 in Richtung Andernach
Fahren Sie auf der Koblenzer Straße in Richtung Stadtmitte und biegen Sie rechts ab auf die Konrad-Adenauer-Allee


Mit dem Zug:

Bahnhof Andernach, Fußweg bis zur Konrad-Adenauer-Allee ca. 10 Minuten


Mit dem Fahrrad:
Auf dem Rhein-Radweg bis Andernach; der Radweg führt Sie direkt an die Konrad-Adenauer-Allee