pfalzgrafensteinRheintal - Wie ein schwimmendes Schlachtschiff liegt die ehemalige Zollstation Burg Pfalzgrafenstein in der Strömung des Rheins. "Die Pfalz bei Kaub" , wie sie oft genannt wird, wurde von Pfalzgraf Ludwig II im Rhein bei Kaub als Zollwache errichtet. Im Mittelalter diente sie auch als Gefängnis und Gerichtsstätte. Nur für Wohnzwecken hat sie nie gedient. Pfalzgrafenstein gehört neben der Marksburg und der Burg Boppard zu den wenigen nie zerstörten Burgen im Oberen Mittelrheintal.

 

Geschichte

1277 kaufte der rheinische Pfalzgraf Ludwig II. aus dem Geschlecht der Wittelsbacher Kaub und Burg Gutenfels mitsamt den Zollrechten. Um die Zolleinnahmen zu sichern, baute Ludwig 1327 zunächst den fünfeckigen Turm auf der Insel. Von 1339 bis 1342 wurde die zwölf Meter hohe und bis zu 2,60 Meter dicke Ringmauer mit einem überdachten Wehrgang hinzugefügt. Zudem verfügt die Burg über ein Verlies, dessen Boden sich bei Hochwasser als Floß anhob.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte vermutlich eine Aufstockung des Turms mit Fachwerkbau, Ecktürmen und Satteldach zum Schutz der Zolleinnahmen. Wegen dauernder Beschädigungen durch Eisgang wurde dem Bau 1606/1607 an der rheinaufwärts gelegenen Seite eine massive Spitze angebaut und durch Eisenklammern verstärkt. Durch sie macht die Burg den Eindruck eines im Rhein schwimmenden Schlachtschiffes. Der Umbau wurde genutzt, um auf dieser Spitze eine Geschützplattform zu errichten, die der Waffentechnik der damaligen Zeit entsprach. Unter dem oberen Wehrgang wurde ein zweiter angebaut, der mit Schießscharten für Handfeuerwaffen versehen ist. 1658 kamen noch Auslugerker zur Flankierung der Mauern hinzu.

Ihr heutiges Aussehen erhielt die Burg mit Aufsetzen des barocken Turmhelms 1714. Damit erreicht der Turm eine Höhe von 36 Metern. Am Jahreswechsel 1813/14 während der Befreiungskriege setzte der preußische Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher an der Burg mit 60.000 Soldaten, 20.000 Pferden und 200 Geschützen über den Rhein, um die Truppen Napoléon Bonapartes zu verfolgen. Bis zum Preußisch-Österreichischen Krieg war die Burg Zollstation und wurde anschließend bis in die 1960er Jahre als Signalstation für die Schifffahrt genutzt.

Quelle: Wikipedia

Besucher

Seit der Aufgabe der Signalstation ist Pfalzgrafenstein als touristisches Objekt im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz und untersteht der Organisation Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz.

Sie ist für Besucherverkehr zugänglich und über eine regelmäßig verkehrende Personenfähre von Kaub aus erreichbar.

Öffnungszeiten & Anfahrt
1.Januar - 28.Februar

Am Wochenende von 10:00h bis 17:00h

 

Ab März

täglich von 10:00h bis 17:00h - ausser Montags.


1.April - 31.Oktober

täglich von 10:00h bis 18:00h - ausser Montags.
November

Am Wochenende von 10:00h bis 17:00h.


Dezember geschlossen


Die Personenfähre fährt mindestens alle 30 Minuten vom Fähranleger Kaub zum Pfalzgrafenstein.

Gelegentlich finden kulturelle Veranstaltungen auf der Burg statt.

 

Karte

{mosmap width='450'|height='400'|address='pfalzgrafenstein,Kaub,Germany'|dir='1|text=''|lon=''|zoom='14'}