445px-Rolandsbogen_1900Der Rolandsbogen bei Rolandswerth
Kein anderer Platz am Rhein ist von Prosa und Lyrik so oft beschrieben wie der Ort der alten Burg Rolandseck, auch nicht die Loreley und der Drachenfels. Schon Alexander von Humboldt beschrieb die spektakuläre Aussicht vom Rolandsbogen auf den Rhein als „einen der sieben schönsten Ausblicke der Welt“.

 

Der Rolandsbogen ist der Überrest einer von Erzbischof Friedrich I. von Köln Anfang des 12. Jahrhunderts erbauten Burg, die 1475 von den Kaiserlichen im Krieg gegen Karl den Kühnen von Burgund erstürmt und zerstört wurde. Sie war Schutzburg des Klosters Nonnenwerth und zusammen mit den Burgen Drachenfels und Wolkenburg diente sie dem Kurfürstentum Köln zur Sicherung seiner Südgrenze. Im Mittelalter verfiel die Burg vollends, bei einem Erdbeben 1673 stürzten auch die letzten Mauern ein. Wie ein Wunder blieb ein Bogenfenster, der heutige Rolandsbogen, erhalten und wurde zum Wahrzeichen der Rheinromantik und zum beliebten Treffpunkt und Wanderziel für Studenten, Dichter, Denker und Künstler.

Nachdem auch der Bogen in einer stürmischen Dezembernacht des Jahre 1839 eingestürzt war, sah es der Romantiker Ferdinand Freiligrath als seine Pflicht an, das patriotische Erbe zu bewahren. Er rief zu Spenden auf, um den Bogen wieder aufzubauen. Am Fußweg von Rolandswerth zum Rolandsbogen setzten ihm die Bürger von Rolandseck deshalb damals ein Denkmal, das heute vom Verkehrs-Verschönerungs-Verein Oberwinter/Rolandseck gepflegt wird.

Konrad Adenauer nutze den sagenumwobenen Ort, um sich zu verloben. Auch Bill Clinton und Ex-Bundeskanzler Schröder waren schon hier.

Heute befinden sich am Rolandsbogen ein Restaurant und ein Ausflugslokal mit Terrasse. Von dort aus genießt man eine Panoramaaussicht auf das Rheintal, das Siebengebirge mit Drachenfels und auf das Kloster "St. Clemens" Nonnenwerth, in dem der Sage nach die Geliebte des Ritters Roland lebte.

Bilder

 

Sage


Sage

Der Rolandsbogen ist benannt nach dem tapferen Ritter und Grafen Roland, dem Neffen und Paladin von Karl dem Großen. Der Sage nach war Roland mit Hildegunde, der Tochter des Ritters vom Drachenfels, verlobt.
Als Ritter Roland mit Kaiser Karl in Spanien versucht, die Mauren abzuwehren, gerät er in eine maurisch-baskische Falle. Obwohl er sich tapfer und kühn zur Wehr setzt, wird Rolands Heer geschlagen. Er selbst fällt und wird für tot gehalten. 

Die Nachricht von seinem Tod veranlasst seine Hildegund zum Eintritt in das Kloster Nonnenwerth. 

Einige Zeit danach kehrt der Totgesagte zurück und erfährt vom ewigen Gelübde seiner Braut. Um der Geliebten nahe zu sein, lässt er die Burg Rolandseck errichten und lebte hier bis zu seinem Tode in ewiger Liebe und Treue.

Der Stoff der Sage ist in fast allen europäischen Literaturen zu finden. Der wohl prominenteste Maler, der den Rolandsbogen und die daran geknüfte Sage ins Bild gesetzt hat, war der Engländer Maler William Turner. Seine colorierte Bleistiftzeichnung “The Brave Roland” befindetz sich in dargestellt Musikalisch hat sich Franz Lizt mit dem Sagenstoff auseinandergesetzt.

Langfassung der Sage auf www.rheindrache.de ">http://www.rheindrache.de/roland.htm{/rokbox}

 

 

 

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