Basilika St Kastor

Historischer Zeitzeuge am Deutschen Eck 
Koblenz - In unmittelbarer Nachbarschaft zum Deutschen Eck steht die älteste Kirche von Koblenz, die Basilika St. Kastor. Den Ursprungsbau ließen im frühen 9. Jahrhundert der Trierer Erzbischof Hetti und der Karolinger-Kaiser Ludwig der Fromme errichten. Bildquelle:Wikipedia

Von da an bis zum Bau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals 1897 dominierte St. Kastor den Zusammenfluss von Rhein und Mosel alleine. 

St. Kastor ist eine dreischiffige Gewölbebasilika mit Doppelturmfassade, Querhaus, Chor und einer Apsis, die von zwei kleineren Türmen flankiert wird. Die Kirche ist ein Hauptwerk der Romanik am Mittelrhein.

In Sankt Kastor wurde deutsche Geschichte geschrieben. Im Jahre 842 wurden hier die Bestimmungen über die fränkische Reichsteilung von 110 Bevollmächtigten der Söhne des damaligen Statthalters Ludwigs des Frommen, Lothar I., Karl II. des Kahlen und Ludwig des Deutschen, ausgehandelt, die dann im Vertrag von Verdun 843 unterzeichnet wurden. Ergebnis dieses Vertrags war, dass das Fränkische Reich in drei Teile (Westfrankenreich, Lotharingien und Ostfrankenreich) geteilt wurde.
Das Stift St. Kastor wurde zum bedeutenden Treffpunkt der Kaiser und Könige sowie deren Nachfahren und Schlichtungsort, wo Streitigkeiten der herrschenden Kaiser und Könige verhandelt und beigelegt wurden.